Projektausschreibung

 

Ständige Projektausschreibung

„Kreativ-Werkstatt“ 

 

Förderziel:

Ziel ist es, bei Kindern und Jugendlichen die Lust und den Mut zur eigenen Gestaltung, unabhängig jeder Begabung und Fähigkeit zu wecken. Gleichzeitig soll – soweit das möglich ist – bei Teilnehmern und Öffentlichkeit der Blick für die kreative Vielfalt in den Betrieben unserer Stadt geöffnet werden.

Zielgruppe:

Mit der Ausschreibung möchte die Bürgerstiftung Projekte fördern von Organisationen und Schulen die bereit sind, den Ideenreichtum von Kindern und Jugendlichen zu erschließen, zu mobilisieren und sichtbar zu machen.
Soweit es möglich ist, soll die Verbindung zur lokalen Berufswelt durch die Einbeziehung betrieblicher Kompetenz  sichergestellt werden.

Beschreibung:

Fantasievoll gestaltet werden soll dabei ein Thema aus dem jeweiligen Fachgebiet (Schulfach/ Betätigungsschwerpunkt) unter Hinzuziehung betrieblicher Kompetenz außerhalb der Organisation und/oder Schule.

Das jeweilige Projekt soll den Teilnehmern die Möglichkeit bieten, gestalterisch mit Farben, Formen, Materialien, Methoden, spielerischen Elementen, Instrumenten, Gesang oder Sprache umzugehen, um sich so kreative Berufe zu erschließen.
Idee, Realisierungs- und Finanzierungsplan müssen erstellt und bei der Bürgerstiftung eingereicht  werden.  Bei der Suche nach Betrieben, die entsprechende kreative  Berufsbilder aufweisen, ist die Bürgerstiftung behilflich.
Ein Projektbeispiel, welches dem Ausschreibungsgedanken entspricht, ist als Anhang beigefügt.

Unter betrieblicher Kompetenz werden beispielhaft (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) folgende Berufsbilder verstanden:

  • Bekleidungstechniker/in
  • Cutter/Cutterin
  • Damenschneider/in
  • Diplomdesigner/in – Fachrichtung Mode
  • Diplom-Ingenieur/in – Lebensmitteltechnologie
  • Diplom-Ingenieur/in (FH) – Fachrichtung Fotoingenieurwesen
  • Diplom-Ingenieur/in (FH) – Fachrichtung Textil und Bekleidung
  • Foto-Designer/in
  • Fotograf/in
  • Fototechniker/in
  • Grafik-Designer/in
  • Holzbildhauer/in
  • Industrial-Designer/in
  • Innenarchitekt/in
  • Journalist/in
  • Koch/Köchin
  • Konditor/in
  • Medienarchivar/in
  • Mediendokumentar/in
  • Mode-Designer/in
  • Schauwerbegestalter/in
  • Sprachwissenschaftler/in; Phonetiker/in, Kommunikationswissenschaftler/in
  • Staatlich geprüfte(r) Form- und Raumgestalter/in (Holz); Holztechniker/in; Staatlich geprüfte(r)
  • Steinmetz/in und Steinbildhauer/in
  • Steintechniker/in; Staatlich geprüfte(r) Gestalter/in – Fachrichtung Stein
  • Techniker/in – Fachrichtung Bäckereitechnik
  • Textil/Bekleidung
  • Textil-Designer/in
  • Wäscheschneider/in

 

Auswahl der Projekte:

Im Rahmen ihrer Vorstandssitzungen wird die Bürgerstiftung entscheiden, wie ein derartiges  Projekt gefördert wird.

Realisierungszeitraum:

Die Projekte sollen danach in einem überschaubaren Zeitraum realisiert und präsentationsreif sein.
Die Präsentation erfolgt öffentlichkeitswirksam.

 

Förderantrag:

Den Förderantrag finden Sie zum Download oder als ausfüllbares pdf bei den Förderrichtlinien oder in unserem Servicebereich.

 

Beispiel zur Projektausschreibung

 

WN 22.11.2007

Eigene Kollektion kommt im Sommer

-mlu- Lüdinghausen. Sie sind gerade mal neun beziehungsweise zehn Jahre alt, die Viertklässler der Ostwallschule. Doch trotz ihres jungen Alters sammeln 48 Schüler der Klassen 4d und 4e nun bereits erste Erfahrungen in der freien Wirtschaft. Denn dank eines Gemeinschaftsprojekts der Grundschule mit dem Lüdinghauser Unternehmen „Artebene“ sind die Kinder derzeit maßgeblich an der Gestaltung und der Herstellung einer Geschenkpapier-Kollektion beteiligt, die Sommer 2008 europaweit verkauft werden soll.

Initiiert hatte das Schüler-Engagement Beate Kress, die Mitinhaberin des Unternehmens und Leiterin der Design-Abteilung des Papeterievertriebes. Ihrem Team stellte sich nämlich im Vorfeld der Kooperation die Aufgabe, mit dem Entwurf eines Geschenkpapiers speziell für Schulanfänger eine Lücke im Sortiment zu schließen. „Da Schule vor allem die Erlebniswelt von Kindern ist, kann eigentlich kein Erwachsener die Schuleindrücke besser nachzeichnen als die Schüler selbst“, erklärt Beate Kress ihre Grundidee des Projekts.

Als sie diese den Klassenlehrerinnen Marita Johannknecht und Eva Voss an der Ostwallschule vorgestellt hatte, fand der Vorschlag dort ein großes Echo. „Die Idee passte sehr gut zum Oberthema Papier, das wir in diesem Schuljahr behandeln“, freute sich Marita Johannknecht über das unerwartete Angebot von „Artebene“. Komplettiert wird die thematische Auseinandersetzung mit diesem besonderen „Rohstoff“ durch einen Besuch der Schüler im Biologischen Zentrum, wo sie die Papierschöpfung kennenlernten, sowie ihre Teilnahme am Zeitungsprojekt „Klasse“ der WN.

Bei einem gemeinsamen Besuch mit einer Designerin in der Schule hatte Beate Kress den Viertklässlern verschiedene Begrifflichkeiten, Designs, Trends und den Entstehungsvorgang von Geschenkpapier erklärt. Als Aufgabe bekamen die Schüler übertragen, eigene Entwürfe zum Thema Schule zu zeichnen. „Über 250 Bilder haben die Kinder gemalt, von denen wir 20 Motive ausgewählt haben. Die Zeichnugen sind sehr detailverliebt und zeigen viele verschiedene Motive aus dem Schulalltag“, zeigt sich Beate Kress begeistert.

Am gestrigen Donnerstag stand für die Schüler der zweite Schritt der Geschenkpapier-Entwicklung auf dem Plan: In der Design-Abteilung zeigten die sieben „Artebene“-Mitarbeiter ihnen zusätzliche Gestaltungsmöglichkeiten am Computer und ließen sie zum Teil selbst die Regie am Bildschirm übernehmen. „Ich habe mit dem Andi eine neue Pipi Langstrumpf-Figur mit Satellitenschüsseln auf dem Kopf erfunden“, zeigte sich beispielsweise der zehnjährige Nico fasziniert von den technischen Design-Möglichkeiten, mit denen seine Zeichnung verändert worden war.

In einem weiteren Schritt ordneten die Ostwallschüler verschiedene ausgeschnittene Motive auf einem Papierbogen an und klebten diese auf. „Die Kinder sind sehr kreativ und bringen neue Impulse bei der Gestaltung von Geschenkpapier ein“, lobte Beate Kress nochmals. Als Endprodukt der Arbeit wird die „I-Dötzchen“-Kollektion stehen, zu der neben dem Geschenkpapier Foto- und Schulalben sowie Gruß- und Geschenkkarten mit Motiven der Viertklässler gehören werden.

Als nächstes steht für die Mädchen und Jungen am 4. Dezember ein Besuch in der Druckerei von „Artebene“ an, wo das Papier angedruckt wird. Anschließend geht die Kollektion in den Vertrieb und wird auf mehreren internationalen und regionalen Messen vorgestellt. Zum Schulstart 2008 soll das „I-Dötzchen“-Sortiment schließlich im Handel europaweit erhältlich sein.