Stiftungsfonds

 

Eine besondere Form der Zustiftung bilden die Stiftungsfonds. Je nach Zielsetzung des Zustifters/ der Zustifterin bieten diese folgende Gestaltungsmöglichkeiten:

 

Stiftungsfonds ohne Zweckbindung: Der Stifter richtet einen nach ihm benannten Stiftungsfonds ohne Zweckbin­dung ein. So bleibt sein Name dauerhaft bestehen. Die Gremien der Bürgerstiftung stellen sicher, dass die Erträge des Fonds immer dort eingesetzt werden, wo sie aktuell gebraucht werden und am besten Wirkung entfalten. Denn wo in 100 Jahren der größte Bedarf besteht, können wir heute nicht vorhersehen.


Stiftungsfonds mit Verfügungsrecht:
Bei diesem Stif­tungsfonds können Stifter über die konkrete Verwendung der Erträge jährlich im Rahmen der vereinbarten Zwecke des Stiftungsfonds mitentscheiden. Das Recht, über die konkrete Mittelverwendung zu entscheiden, geht nach dem Tod des Stifters in der Regel an die Bürgerstiftung über. Der Stiftungsfonds mit dem Namen des Stifters und mit der von ihm bestimmten Zweckbindung bleibt jedoch dauerhaft bestehen.


Stiftungsfonds mit Empfängerbenennung:

In dieser Fondsvariante benennt der Stifter mit der Errichtung des Fonds in der Regel eine oder zwei gemeinnützige Organisationen, denen die Erträge aus seinem Fonds regelmäßig zufließen.


Stiftungsfonds gemeinnütziger Organisationen:
Bei dieser Variante des Stiftungsfonds ist eine gemeinnützige Organisation selber der Stifter. Da Vereine dem Gebot der zeitnahen Mittelverwendung unterliegen und grundsätzlich kein Vermögen bilden können, ist die Errichtung eines Stiftungsfonds hierfür eine sehr gute Möglichkeit. So können beispielsweise größere Erbschaften an einen Verein dauer­haft gesichert werden. Die Erträge aus dem Fonds gehen selbstverständlich an die gemeinnützige Organisation, welche den Stiftungsfonds errichtet hat, und kommen deren gemeinnütziger Arbeit zugute.


Stiftungsfonds mit thematischer Ausrichtung:
Nicht ein individueller Stifterwille, sondern ein zu fördernder Bereich wie z. B. Kultur, Soziales oder Bildung steht im Zentrum der Themenfonds. Aus den Erträgen werden Projekte gemeinnütziger Organisationen gefördert, die in diesen speziellen Bereichen arbeiten. Auch operative Projekte der Bürger­stiftung selbst können gefördert werden. Welche konkreten Maßnahmen oder Projekte gefördert werden, entscheiden entweder die Stifter oder Zustifter des jeweiligen Fonds oder die entsprechenden Gremien der Bürgerstiftung. Interessant ist dieser Fonds beispielsweise für Kooperations-Projekte mit regelmäßigen Aktivitäten.


Stiftungsfonds mit regionaler Ausrichtung:
Wenn Stif­ter einen regionalen Stiftungsfonds für eine Stadt oder Region innerhalb des größeren Einzugsgebietes einer Bürgerstiftung einrichten, bleiben die Erträge bei ihnen vor Ort. Der Stiftungsfonds kann in diesem Fall im Fondsver­trag so ausgestaltet werden, dass Vertreter aus der ent­sprechenden Region über die Mittelvergabe entscheiden. So entsteht eine Bürgerstiftung in der Bürgerstiftung und reduziert nochmals den Aufwand. Vor allem für kleinere Gemeinden ist dies eine sinnvolle Option.
Wenn Sie mehr wissen wollen, sprechen Sie uns an:

www.Buergerstiftung-Luedinghausen.de/Kontakte